- Zahngesundheit beginnt bereits im Mutterleib

 

Liebe werdende Eltern,

erst einmal herzlichen Glückwunsch!

Wir bieten unseren Schwangeren ein professionelles Präventionsprogramm, damit Sätze, wie „jedes Kind kostet der Mutter einen Zahn“ der Vergangenheit angehören.

Was passiert während der Schwangerschaft?

Durch die hormonelle Umstellung kommt es zum einen zu einer stärkeren Durchblutung des Zahnfleisches, in dessen Folge Bakterienkolonien leichter das umliegende Gewebe reizen können. Es entsteht eine Schwangerschaftsgingivitis mit Schwellung und Blutung des Zahnfleisches.  Zum anderen wird der Speichelfluss stark beeinträchtigt, wodurch seine Schutzfunktion gegenüber Karies verloren geht. Drittens erschwert der häufig auftretende Brechreiz die häusliche Mundhygiene und greift den Zahnschmelz direkt an.

Kann ich etwas dagegen tun?

Eine intensive Zahn- und Zahnzwischenraumpflege, unterstützt durch professionelle Zahnreinigung, ist in der Schwangerschaft unerlässlich.

Heute kennt man den Zusammenhang zwischen Zahnfleischentzündungen und Komplikationen in der Schwangerschaft. Schwangere Frauen mit Zahnfleischerkrankungen haben ein bis zu 7,5-fach erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt, Frühgeburt und  Präklampsie oder ein Baby mit zu niedrigem Geburtsgewicht zu bekommen (vgl. Deutsche Gesellschaft für Parodontologie und Parodontitis-Portal).

Deshalb empfiehlt die Zahnärztekammer bereits während der Schwangerschaft zwei Vorsorge-Untersuchungen (im 1. und 3. Trimenon) für die werdende Mutter, in denen Zähne und Zahnfleisch gründlich überprüft werden.

Warum wird der Grundstein der Mundgesundheit Ihres Kindes bereits in der Schwangerschaft gelegt?

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Karies und Zahnfleischerkrankungen Infektionskrankheiten sind, die mit dem Speichel z.B. durch Abschlecken von Löffel und Schnuller oder Liebkosen auf das Kleinkind übertragen werden.

Das Übertragungsrisiko sollte daher schon bei Mutter und Vater minimiert werden.

„Für mich gibt es keinen schöneren Moment,
als das Lächeln eines Kindes zu sehen.“

Gül Witt