- natürlich bio - logisch!

 

Was ist Umweltzahnmedizin?

Die Umweltzahnmedizin ist eine interdisziplinäre medizinische Fachrichtung, die die Wechselwirkungen zwischen Zahnmaterialien und dem Gesamtorganismus ökologisch betrachtet.

 

Das Behandlungskonzept ist vor allem auf chronisch kranke Patienten ausgerichtet:

  • zuerst wird die Belastungsquelle ausfindig gemacht,
  • dann wird sie schonend ausgeschaltet und ausgeleitet,
  • zum Schluss wird eine Materialverträglichkeitstestung durchgeführt, um eine neue Belastung durch zahnärztliche Werkstoffe zu verhindern.

Wie entstehen Umwelterkrankungen?

Unser moderner „Way-of-Life“ birgt eine Vielzahl potentieller stofflicher Belastungen, auch in Form zahnärztlicher Materialien. Die Annehmlichkeiten unserer Zivilisation (erschwingliche Passagierflüge, Handys, W-Lan, Food-Design und Fast-food …………..) haben alle Ihren Preis. Der menschliche Organismus muss mit dieser Reizüberflutung irgendwie fertig werden.

Dabei ist die Aufnahmekapazität vom „Fass Mensch“ sehr verschieden. Wann es überläuft, hängt von zwei Hauptfaktoren ab:

  1. Fassungsvermögen: Die Kompensationsmechanismen jedes Einzelnen sind genetisch festgelegt.
  2. Art der Füllung: Je mehr unterschiedliche Belastungen auf den Körper eintreffen, umso schneller läuft das Fass über.

Für wen ist Umweltzahnmedizin geeignet?

Etwa 40 % der Bevölkerung leiden heute an Allergien oder sind durch Umweltbelastungen in Ihrer Lebensqualität eingeschränkt.

Die Belastungen erzeugen diffuse Krankheitsbilder mit Symptomenkomplexen verschiedenster Art:

  • immunologisch: generelle Abwehrschwäche, Autoimmunerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Entgleisung des Säure-Basen-Haushalts, Krebs …
  • vegetativ: unkontrollierte Schweißausbrüche, Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen, Burn-out-Syndrom …
  • neurologisch: Migräne, Tinnitus, Multiple Sklerose, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Gedächtnisverlust, M. Parkinson, M. Alzheimer …
  • organisch: Hauterkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, Leberbelastung, Herz- und Atmungserkrankungen, gastrointestinale Dysfunktion, Unfruchtbarkeit …
  • psychologisch: Angstzustände, Depression, Psychosen …

Betroffene Patienten suchen auf Ihrem Leidensweg meist verschiedenste Fachärzte auf. Die schulmedizinisch-symptomorientierte Diagnostik tut sich in der Regel schwer, die Ursachen der Erkrankung zu erkennen und bietet den multikausal belasteten Betroffenen häufig eine symptomatische, nicht ursachenbezogene Therapie, die den Bedürfnissen wenig entgegen kommt.

Pathomechanismus chronischer entzündlicher Erkrankungen

Auf jeden Reiz, der auf den Körper einwirkt, antwortet unser Körper mit einer Immunreaktion. Stammt der Reiz von „Eindringlingen“ wie Bakterien, Viren oder Pilzen so ist dies eine adäquate Schutzreaktion. Angestachelt durch viele unbekannte Reize wie Umweltschadstoffe, Stress, elektromagnetische Strahlung kann unser Immunsystem seine Kontrollmechanismen verlieren.

Die Folgen können sehr unterschiedlich ausfallen, das heißt, dass das Immunsystem

  • entweder auf einen Reiz mit einer überstarken Reaktion antwortet → Allergie
  • oder seine Freund-Feind-Unterscheidung verliert und körpereigenes Gewebe attackiert → Autoimmunerkrankung
  • oder sehr träge wird → generelle Abwehrschwäche, Krebsentstehung

Vorgehensweise der umweltzahnmedizinischen Diagnostik und Therapie – Schritt für Schritt

1.

Ausführliche Anamneseerhebung und Beratung:

Für einen umweltzahnmedizinischen Beratungstermin benötigen wir von Ihnen eine Woche vor dem eigentlichen Besprechungstermin eine ausführliche Aufstellung aller beobachteten Beschwerden, Beginn und Verlauf Ihres Krankheitsbildes, Untersuchungsergebnisse aller bereits durchgeführten Diagnostiken von Kollegen anderer Fachrichtungen (HNO, Kardiologie ….), Röntgenbilder, Laboruntersuchungswerte und Ihre Medikamentenliste.

In einem etwa einstündigen darauf folgenden Erstberatungstermin erheben wir mit Ihnen zusammen eine detailliert Anamnese und untersuchen die Zähne, das Zahnfleisch und die Kiefergelenke.

Bei Bedarf folgen Kiefergelenksvermessung, Röntgendiagnostik, Labordiagnostik (u.a. Materialverträglichkeitstestung aller im Mund befindlichen oder zukünftig geplanten Materialien, Metallbelastungstestung, Labor- und evtl. EAV-gestützte Störfeldsuche) und vieles mehr.

2.

Besprechungstermin:

Auf diese Befunde gestützt, erstellen wir für Sie ein klares Behandlungskonzept und eine verbindliche Kostenzusage.

3.

Erkennung von Belastungsfaktoren aller Art

4.

Schonende Entfernung von Dauerbelastungen aus dem Mund

5.

Einbringen einer provisorischen Lösung

6.

Ausleitung von Schwermetall- und Metallbelastungen

7.

Stabilisierung des Immunsystems und der körpereigenen Regulationsmechanismen

8.

Neuanfertigung des Zahnersatzes:

Wir fertigen den neuen Zahnersatz in unserem zertifizierten umweltzahntechnischen Labor ausschließlich mit Materialien (metallfreie Sanierung, vollkeramische Versorgungen), die für Sie als unbedenklich und biokompatibel ausgetestet wurden. Dabei berücksichtigen wir Ihre ästhetischen Bedürfnisse und perfekte Bisssituation mit eventueller Bisslagenkorrektur

9.

Regelmäßige Kontrolluntersuchung und Prophylaxetermine

„Ganzkörperlächeln macht den Tag geschmeidig.“

Peter Horton